Im Bremer Universum soll Wissenschaft zum wahren Abenteuer werden – so jedenfalls verspricht es eine Pressemitteilung des Betreibers. Ich war heute vor Ort und habe mir den Weg der Erkenntnis einmal genauer angesehen.
Die Anreise erfolgt bequem mit dem Auto – Parkplätze findet man in ausreichender Zahl an der Bremer Universität (Parkgebühr für den ganzen Tag: 70 cent). Der Eintritt kostet für Erwachsene für alle Bereiche 18,50 Euro (Stand: Juni 2009).
Tipp von mir: Inhaber einer IKEA-Family-Card bekommen 10% Rabatt auf den Eintrittspreis. Das ist nicht explizit ausgewiesen und muss beim Kassenpersonal erfragt werden!
Weitere Rabatte gibt es für Familien, Kinder ab 6 Jahren, Senioren, Wehrpflichtige, Zivildienstleistende und Studierende sowie Behinderte ab 70%. Details erfährt man auf der Internetseite.
Der erste Bereich – Science Center – teilt sich wiederum in drei Ausstellungsthemen auf: “Mensch”, “Erde” und “Kosmos”. Beim Thema Mensch erfährt man viel über sich selbst, seine Sinne, wie man sich in absoluter Dunkelheit orientieren kann usw.
Das Thema “Erde” behandelt von der Entstehungsgeschichte des Planeten über die verschiedenen Erdschichten bis hin zu einem Erdbebensimulator, in dem drei verschiedene (reale) Beben nachgestellt wurden, so ziemlich alles, was mit Mutter Erde zu tun hat.
Das Thema “Kosmos” befasst sich mit dem Urknall, Planetenkonstellationen, Zeit usw.
Mein Fazit: Alle Bereiche sind insbesondere für Familien mit Kindern geeignet. Man kann, sofern man sich ausreichend Zeit für die Exponate nimmt und zwischendurch auch etwas mit dem Personal darüber plaudert, noch das eine oder andere lernen. Wissenschaftlichen Tiefgang darf man allerdings nicht erwarten. Viele Natureignisse werden (gezwungenermaßen) nur vereinfacht erklärt.
Interessant ist dieser Ausstellungsbereich mit Sicherheit.
Sonderausstellung Farben, Formen, Fantasien
Wer den vollen Eintrittspreis bezahlt, kann ebenfalls die Sonderausstellung Farben, Formen, Fantasien besuchen. In dieser Ausstellung wird Bezug genommen auf Farben und Formen, die in der Natur vorkommen. Eine spannende Sache, wobei vieles (etwa optische Täuschungen) gerade für Erwachsene bereits etwas abgegriffen ist. Kinder werden aber sicher ihre Freude daran finden.
Außenbereich
Zum Universum gehört außerdem noch ein Außenbereich. Wer die ersten beiden Bereiche zuvor durchlaufen hat, wird womöglich bereits erste Erschöpfungszustände verspüren. Die Wege, die man bis dahin gelaufen hat, sind nicht gerade kurz.
Den “Entdeckerpark” genannten Bereich habe ich aus Zeitgründen und wegen des schlechten Wetters nicht angeschaut. Er bietet aber auch einige interessante Informationen.
Gesamtfazit
Ein Besuch im Universum lohnt sich, auch ohne Kinder. Es werden interessante Mitmach-Experimente geboten, die jedem ein Stück neuer Erkenntnis bringen dürften.