Auf der Nordhalbkugel beginnt jetzt langsam aber sicher die ungemütliche Zeit: die Tage werden kürzer und abgesehen vom Wetter leiden viele unter depressiven Gedanken und Antriebslosigkeit. Dieses Phänomen bezeichnen viele als “Saisonal abhängige Depression” (SAD) oder auch als “Winterblues”.
Ursache sind wahrscheinlich die geringere Anzahl an Sonnenstunden pro Tag. Studien haben nachgewiesen, dass Licht einen entscheidenen Einfluß auf die Aktivität von Lebewesen hat. Im Winter stehen wir meist im Dunkeln auf, gehen zur Arbeit. Und wenn wir heimkehren, ist es bereits wieder dunkel.
Der “Winterblues” soll zum ersten Mal im 6. Jahrhundert in Skandinavien beschrieben worden sein.
In welches Ausprägungen zeigt sich der “Winterblues”?
Wer sich im Frühling/Sommer sehr gut fühlt, aber im Herbst/Winter schlapp und müde, ist wahrscheinlich ein Betroffener. Der Körper verlangt außerdem nach kohlenhydrathaltiger Nahrung (z. B. Süßigkeiten, Getränke mit hohem Zuckergehalt), was schließlich dazu führt, dass man in den Sommermonaten schlanker als in den Wintermonaten ist.
Das graue, wolkenverhangene Wetter kann auch auf die Stimmung schlagen.
Wollen Sie testen, ob Sie selbst unter dem Winterblues leiden, können Sie dies z. B. mit dem Focus-Online Winterblues-Test überprüfen.
Was tun gegen die Winterdepression?
wegfahrblog.de gibt einige Tipps, wie man den Winterblues vertreiben kann.
1. Gönnen Sie sich eine Auszeit in südlicheren Ländern
Südeuropa bietet auch im Winter noch ausreichend sonnenreiche Tage. Es muß ja kein 14-Tage-Urlaub sein, ein Kurztrip zum Wochenende genügt bereits. Die Kanarischen Inseln etwa bieten eine interessante Naturlandschaft und ausreichend Abwechselung für Sport, Wanderungen oder Tauchausflüge. Oder sonnen Sie sich einfach an einem der Atlantik-Strände.

Wer bekommt bei diesem Anblick noch Winterdepressionen?

Die interessante Vulkanlandschaft der Inseln lädt zum Wandern/Radfahren ein.
2. Planen Sie Aktionen
Nichts ist schlimmer, als gelangweilt zu Hause zu sitzen und nicht zu wissen, etwas mit dem Tag anzufangen. Gerade im Winter gibt es interessante kulturelle Veranstaltungen (Theater, Oper), aber auch Kleinkunstangebote. Kennen Sie sich die aktuellen Kinofilme? Haben Sie schon mal die neue 3D-Kinotechnik ausprobiert?
Verabreden Sie sich mit Freunden zu Spaziergängen. Fotografen können im Winter besonders interessante Aufnahmen machen (Schneelandschaften, Morgennebel etc.)
3. Lassen Sie sich nicht hängen und treiben Sie Sport
Alles, was Ihren Kreislauf anregt, steigert auch die Befindlichkeit Ihrer Seele. Schauen Sie sich doch einmal nach einem Angebot ihres Fitness-Studios um die Ecke um. Gehen Sie am besten mit Kollegen trainiert – das macht mehr Spaß und erhöht den Druck, auch wirklich zu trainieren.
4. Tanken Sie Tageslicht
Sitzen Sie in der Mittagspause in einer Kantine? Arbeiten Sie ansonsten nur im Büro? Gehen Sie doch einmal in einer nach draußen an die frische Luft. Sie tanken damit gleichzeitig Tageslicht auf.
Tags: Sonne tanken, Trigami, Winterblues, Winterurlaub

November 24th, 2009 at 15:15
Winterdepressionen sind wirklich schrecklich. Wenn man sich dann erinnert, wie gut es einem im Sommer noch ging. Ich denke, ich werde irgendwann mal auswandern.