Auf Borkum: Hotel Uptalsboom im Test
Friday, July 15th, 2011Die Nordseeinsel Borkum bietet neben einem Hochseeklima auch eine große Palette an Natur: von kilometerlangen Stränden bis zu fast unberührter Dünen-Natur kann man hier Vieles erforschen. Ein Paradies also sowohl für das Tagesausflügler als auch für “Langzeit-Touristen”.
Zusammen mit meiner Freundin war ich in dieser Woche im Hotel Uptalsboom und habe drei wunderschöne Tage dort genossen.
Die Anfahrt
Borkum erreicht man von Deutschland aus über den Anleger in Emden, von den Niederladen aus geht es von Eemshaven los (mehr zu Anfahrt hier). Die Überfahrt mit der Fähre dauert ca. zwei Stunden. Mit dem Katamaran ist man zwar schneller auf der Insel, zahlt aber pro Erwachsenem auch 11 Euro mehr (Stand: Sommer 2011). Da die See zwischen Emden und Borkum in der Regel ruhig ist, kann man also getrost die gemütliche Überfahrt wählen.
Auf Borkum angekommen geht es mit der Borkumer Kleinbahn weiter in den Inselort. Der Bahnhof (zwei Gleise nebeneinander, rechts und links Gehweg bzw. Straße) liegt zentral. Von hier aus kann man den Ort sehr gut erkunden und ist auch in wenigen Minuten am Nordstrand.
Das Hotel Uptalsboom liegt am Leuchtturm, insofern ist es nicht schwer zu finden. Vom “Bahnhof” sind es ca. 5 Minuten zu Fuß.
Das Hotel
Das 3-Sterne-Hotel macht einen freundlichen Eindruck, der Empfang ist herzlich. Nicht getestet haben wir den Wellness-Bereich.
Die Zimmer
Das von uns bezogene Zimmer wies eine zweckmäßige Größe auf. Bett, Fernseher, Tisch und zwei Stühle, Schränke und Minibar sind vorhanden. Der Safe auf dem Zimmer ist kostenlos. Das Bad wirkte ordentlich, auf dem Fußboden unter dem Waschbecken waren jedoch seltsame grüne Flecken, die aussahen wie eine Mischung zwischen Putzmittel und Farbe. Jedenfalls waren sie abwischbar und auch am nächsten Morgen nach der Reinigung verschwunden.
Das erste, was ich feststellte, war die sehr warme Luft im Zimmer. Der Grund dafür war schnell gefunden: Der Heizkörper im Bad lief auf Hochtouren, obwohl der Thermostat abgestellt war. Die Empfangsdame nahm das Problem auf – da es Sonntag war, wurde ich auf Montag morgen vertröstet. Und tatsächlich: während wir am Montag beim Frühstück saßen, machte sich gleich ein Klempner ans Werk und stellte das Problem ab. Guter Service!
Die Verpflegung
Wir hatten im Rahmen eines Jubiläumsangebotes Frühstück und Abendbrot mitgebucht. Das Frühstück besteht aus einem Büffet, das zufriedenstellend war. Der Kaffee war nicht so ganz nach dem Geschmack meiner Freundin. Ich als Teetrinker fand aber eine große Auswahl von Teesorten vor. Zum Trinken gab es außerdem noch drei verschiedene Sorten von Fruchtsäften sowie Wasser.
Das Frühstück war insgesamt gut, riss mich aber nicht vom Hocker.
Das Abendbrot wurde in Form eines Drei-Gänge-Menüs serviert. Jeden Tag gibt es drei Gerichte zur Auswahl (eines davon vegetarisch). Das Essen war lecker. Unser noch recht junger Kellner war scheinbar noch in der Ausbildung. So passierte es denn auch einmal, dass der zum Gericht gehörende Tomatensalat fehlte. Auf meine Bemerkung hin, dass bei dem Gericht etwas Gemüse fehlte, gestand er trotzdem nicht seinen Fehler ein. Erst, als ich bei anderen Gästen den Tomatensalat sah und ihn direkt darauf ansprach, bekam ich auch einen.
Das Fazit
Insgesamt hinterließ das Hotel einen guten, aber keinen überwältigenden Eindruck. Zum Preis-Leistung-Verhältnis kann ich leider nichts sagen, da es sich um ein Geschenk meiner Freundin handelte…



