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Erfahrungsbericht: Ryanair

Sunday, August 23rd, 2009

ryanair
Ryanair verspricht günstige Flugpreis bei Verzicht auf bestimmte Serviceleistungen. Ich habe mir diese Fluglinie einmal näher angeschaut und bin von Bremen aus nach Palma geflogen.
Zunächst fällt am Flughafen Bremen auf: Ryanair hat eine eigene Halle. Wer diese Platzierung der Schalter nicht kennt, wird zunächst glauben, sich verlaufen zu haben: von der “normalen” Abflughalle gelangt man über einen Übergang in die Ryanair-Halle. Es wirkt ein wenig, als würde man eine Flugzeugmontagehalle betreten.
Die Abfertigung läuft wie bei allen anderen Fluggesellschaften auch. Die Bordkarte druckt man sich im Internet aus. Dazu muss sich vor der Fahrt zum Flughafen auf der Ryanair-Internetseite mit seinen Flugdaten einloggen. Wer es versäumt, seine Bordkarte auszudrucken, muss vor Ort eine Gebühr entrichten.
Beim Gepäck steckt Ryanair enge Grenzen: Ein Gepäckstück kann pro Person aufgegeben werden, jedes weitere kostet Geld. Das Gepäckstück darf maximal 15kg wiegen. Jedes Kg Mehrgewicht kostet 15 Euro (!).
Das Handgepäck (genau 1 Stück/Fluggast) darf max. 10 kg wiegen und muss vorgegebenen Maßen entsprechen.
In Bremen kommt man nach dem Sicherheitscheck in eine Ryanair-Gestronomie-Ecke. Hier kann man sich mit Getränken, Snacks, aber auch Kosmetika und Zeitungen eindecken. Der anschließende Wartebereich für das Boarding ist spartanisch, aber ausreichend.
Geboarded werden als erstes die Kunden, die Priority-Boarding bestellt haben (gegen zusätzliche Gebühr möglich). Da Ryanair keine festen Plätze vergibt, sicherlich ein Vorteil, wenn einen bestimmten Platz haben möchte. Außerdem steht man nicht in der langen Boarding-Schlange der üblichen Kunden (rechtzeitiges Erscheinen sei übrigens angeraten – wer sich zu spät zum Boardingschalter begibt, erhält die Plätze, die übrig bleiben….)
Nach dem Boarding gehts zu Fuß zum Flugzeug, das in etwa 50m Entfernung zur Halle bereits auf die Fluggäste wartet.

Das Personal an Board spricht englisch, in der Regel aber auch deutsch. Viele Hinweise werden allerdings nur in englisch an die Fluggäste weitergegeben. Auf dem Hinflug Bremen-Palma waren bei uns selbst die Sicherheitshinweise nur in englisch – für nicht englisch sprechende Gäste sicherlich ein Problem (zur Verteidigung von Ryanair darf allerdings nicht unerwähnt bleiben, dass es beim Rückflug sehr wohl deutsche Hinweise zur Sicherheit gab).

Während des Fluges selber kann man Getränke und Snacks erwerben. Kostenlos gibt es nur eine Ryanair-Zeitschrift, die allerdings kurz vor Ende des Fluges wieder eingesammelt wird. Die Preise sind exorbitant – eine Flasche Mineralwasser 3,- Euro (am Flughafen Palma am Automaten: 1,50 Euro). Empfohlen wird daher, sich mit Essen & Trinken nach dem Sicherheitscheck am Flughafen einzudecken. Die dort gekauften Speisen dürfen auf jeden Fall mit an Board genommen werden.

Ob das Problem von defekten Gepäckstücken ein Ryanair-spezifisches ist, wage ich zu bezweifeln. Nach der Ankunft in Palma war der Koffer meiner Freundin beschädigt (ca. 2cm langer Riss). Da uns die Beschädigung aber behebbar erschien, haben wir auf eine Reklamation verzichtet.

Fazit
Bei Ryanair kann man günstige Flüge erwischen, allerdings kann derselbe Flug einen Tag später bereits ein Vielfaches des günstigen Preises kosten. Vorsicht ist also geboten, wenn man sowohl Hin- als auch Rückflug bei Ryanair buchen will.
Der Service beschränkt sich auf das Notwendigste – erwarten darf man hier nichts. Für Fluggäste, die “nur das Ziel erreichen wollen”, eine durchaus empfehlenswerte Airline.

Kommerzieller Hinweis: Bei größeren Schäden ist ein neuer Samsonite Koffer zu empfehlen.

Kurioses von Piloten und Flugbegleitern

Tuesday, March 17th, 2009

Die Redaktion von sueddeutsche.de hat kuriose Ereignisse von Fluggästen protokolliert. Teilweise echt zum Schmunzeln… ;-)

http://www.sueddeutsche.de/reise/24/461648/bilder/
http://www.sueddeutsche.de/reise/656/441397/bilder/?img=0.0