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Das historische Bremen entdecken im Schnoor-Viertel

Friday, March 26th, 2010

Bremen hat eine große Innenstadt mit vielen Geschäften. Abseits dieser Shopping-Meile gibt es aber auch historisch-kulturelles zu entdecken. So ist etwa das Schnoor-Viertel ein Gebiet mit einem ganz besonderen Flair: In der mittelalterliche Altstadt Bremens sind die Häuser wie an einer Schnur aufgereiht, daher auch der Name. Im mittelhochdeutschen heißt Schnoor soviel wie Schnur. Erstmal erwähnt wurde dieses Viertel im 13. Jahrhundert.
In den Gassen gibt es viele kleine Geschäfte zu entdecken. Die Gegend hat ihren historischen Charakter bewahrt, bietet aber auch für den modernen Touristen Attraktionen und Cafes. Eine Attraktion im Schnoor ist das Bremer Geschichtenhaus.
Hier erzählen Darsteller dem Besucher Bremer Geschichten. So erfährt man z. B. etwas über den Dombrand 1656. Spannend wird es bei Gesche Gottfried: Die 15fache Mörderin vergiftete ihre Opfer mit Arsen und wurde schließlich mit einem Schwert geköpft.

Die Qualität der Darbietungen unterscheidet sich allerdings erheblich, ebenso wie “Drehbücher”: Der Dombrand wurde bei unserem Besuch leider nicht besonders spannend erzählt. Hier hätte ich mir vielleicht auch einen Spezialeffekt (z. B. Donnersound, Aufflackern in der Fensterscheibe) gewünscht. Positiv hervorheben kann man die Figur der Gesche Gottfried und Fisch Luzi, die sehr überzeugend gespielt wurden.
Schwach war dagegen die (mechanische) Erzählung von den Bremer Stadtmusikanten.

Bei einem Eintrittspreis von 4,90 Euro pro Erwachsenem ist das Bremer Geschichtenhaus aber ein durchaus empfehlenswerter Ort, um allein oder mit der Familie etwas zu verweilen und die Geschichte Bremens kennenzulernen. Besucher, die Effekte, wie etwa im Hamburg Dungeons, erwarten, werden allerdings enttäuscht sein.